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Gewerkschaftsbund Winterthur |
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Unia fordert Garantien für Maag-Beschäftigten und Verzicht auf Entlassungen Medienmitteilung der Unia Winterthur vom 05.01.2007 Die Maag Gear AG hat gestern die Angestellten und die Sozialpartner über die Zerlegung der Firma informiert. Von diesem Entscheid sind 220 Mitarbeitende und deren Familien betroffen. Die Angestellten der Maag Gear AG und die Gewerkschaft Unia fordern, dass die Neuausrichtung ohne Entlassungen durchgeführt wird. Zudem verlangen sie eine Verlängerung der Konsultationsfrist, um alle Alternativen zu prüfen. Maag Gear AG ist ein stolzes Industrieunternehmen mit einer langjährigen Tradition im Getriebebau und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region Winterthur. Sie gehört zum dänischen Konzern FLS und produziert insbesondere Schiffsgetriebe und Getriebe für Zementmühlen. Seit einigen Jahren beklagt sich die Geschäftsleitung der Maag Gear AG regelmässig über rote Zahlen. Aufgrund dieser Situation wurden der Belegschaft verschiedene Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen und stagnierende Löhne zugemutet. Diese Massnahmen wurden jeweils mit der Sicherung der Arbeitsplätze begründet. Die Arbeitnehmervertretung und die Belegschaft haben aber immer verlangt, dass nicht nur einseitig auf Kosten der Beschäftigten gespart wird, sondern dass auch die internen Betriebsabläufe optimiert werden müssen. Denn die Maag-Beschäftigten sind topqualifiziert und sind in der Lage, sehr gute Arbeit zu leisten. Zwar wurden in den vergangenen Jahren immer wieder die Geschäftsleiter ausgewechselt, geändert hat sich leider wenig. Jetzt soll die Maag Gear AG zerlegt werden: Die Bereiche Marine und Turbo werden an den Konkurrenten Renk verkauft. Renk sollte 60 Mitarbeitende am Standort Winterthur übernehmen. Unia und die Beschäftigten erwarten nun, dass durch diesen Verkauf, die Arbeitsplätze nachhaltig gesichert werden. Allerdings verlangen sie vom neuen Besitzer Garantien bezüglich Standort und Arbeitsbedingungen resp. Weiterführung des bestehenden Gesamtarbeitsvertrages. Der Bereich Schwerlastgetriebe soll sich in Zukunft nur noch auf Verkauf, Engineering und Support konzentrieren. Diese werden in einer neuen Firma Maag AG zusammengefasst und 90 Mitarbeitende beschäftigen. Durch die Aufteilung der Aktivitäten sind allerdings rund ein Drittel der bisherigen Stellen in Frage gestellt. Für 70 - 80 Angestellte droht die Kündigung. Das Ausmass ist für Unia und die Beschäftigen schockierend und nicht akzeptabel. Unia wird zusammen mit der Arbeitnehmervertretung alle Alternativen prüfen, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Dazu muss die Konsultationsfrist verlängert werden, um die komplexe Situation eingehend zu analysieren und fundierte Alternativen zum Stellenabbau einzureichen. Ausserdem verlangen Unia und die Beschäftigten einen umfassenden Sozialplan mit frühzeitigen Pensionierungen, Verbesserung der Arbeitsmarktfähigkeit für die Angestellten sowie finanzielle und soziale Begleitmassnahmen für die Betroffenen. Schliesslich erwarten Unia und die Maag-Beschäftigten von den lokalen Behörden ein verstärktes Engagement, um den Standort und die Arbeitsplätze sichern zu können.
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